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Am 18. November 2008 führten die Astronauten Stephen Bowen und Heidemarie Piper den ersten Weltraumausstieg der Shuttle-Mission STS-126 durch. Dabei waren sie über sechs Stunden lang mit anstrengenden, höchste Konzentration abverlangenden Arbeiten im Außenbereich der internationalen Raumstation ISS beschäftigt. Gegen Ende der Außenbordtätigkeit sah Heidemarie Piper, dass sich ihre Werkzeugtasche selbständig gemacht hatte und immer weiter von ihr abdriftete. Ein beherztes Nachsetzen verbot sich, weil ihr EVA-Anzug nicht mit Antriebsdüsen ausgestattet war, die ihr die Rückkehr zur ISS ermöglicht hätten. Und die ganze Raumstation deswegen in Bewegung zu bringen, wäre doch zu aufwendig gewesen. Es ist die erste Werkzeugtasche, die zum Erdsatelliten wurde. Eine Gefahr für die ISS oder für andere Satelliten bestand zu keiner Zeit, so dass die NASA das Ganze von der humorvollen Seite nahm. Berücksichtigt man allerdings den Gesamtaufwand, der für den Betrieb der Shuttle-Flüge und der ISS erforderlich ist, speziell die Transportkosten Erde – ISS, so beläuft sich die Schadensumme immerhin auf über 1 Million Dollar. Übrigens, mit 10.50 Euro ist jeder Deutsche jährlich an der Raumfahrt beteiligt. So viel gibt unser Staat für Weltraumforschung aus, inklusive der Beteiligung an der internationalen Raumstation ISS über die europäische Raumfahrtbehörde ESA. Unser aller Beitrag an der verlorenen Werkzeugtasche hat jeden von uns also nicht einmal einen Cent gekostet. Das vorliegende Ereignis ist philatelistisch spannend festgehalten worden. Die Original-Foto-Illustration (mit der bereits weiter von der ISS entfernten Werkzeugtasche) bildet zusammen mit dem datums- und ereignisgetreuen ISS-Sonderstempel eine harmonische Einheit. Dazu gibt’s den amtlichen „Weltraumstempel. Natürlich handelt es sich bei der verlorenen Werkzeugtasche nicht um ein technisches oder wissenschaftliches Glanzstück. Es spiegelt sogar ein Stück „Pleiten und Pannen“ im Weltraum wieder, ein ganz realer Bereich unseres Menschseins ganz allgemein. Daher einfach einmal eine Dokumentation für etwas wirklich Originelles aus Spaß an der Freude. Trotzdem oder gerade deshalb ein Beleg, der mit viel Liebe zum Detail in die Tat umgesetzt wurde. Für diesen netten, aber exklusiven Beleg beträt unser Preis 4,50 € |
Erster Planet außerhalb unseres Sonnensystems entdecktWissenschaftliche Grundlagenforschung mit dem Hubble-Weltraum-Teleskop |
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Verheißungsvolle Ansätze auf einen optisch erkennbaren Planeten jenseits unseres eigenen Sonnensystems gab es im Jahr 2001 durch Beobachtungen mittels des Hubble-Teleskops. Das Forscherteam hatte die erforderliche Geduld für weitere Messungen, die bei so riesigen Entfernungen mehrere Jahre in Anspruch nehmen, um zu zuverlässigen Ergebnissen zu gelangen. Am 13. November 2008 war es soweit, der erste gesichtete Planet außerhalb unseres Sonnensystems wurde offiziell vorgestellt. Es wurden zwar, vor ca. 15 Jahren beginnend, einige Planeten und planetenbildende Staubschichten zunächst vermutet, die inzwi-schen durch indirekte Nachweise als vorhanden gelten. „Formalhaut b“, so der Name des Exoplaneten - inzwischen eingebürgerter Oberbegriff für derartige Planeten - ist der erste Planet, der mit optischem Gerät, also mit „unserem“ Hubble-Teleskop, garantiert nachgewiesen wurde. Der am 13. November 2008 vom Hubble-Forschungsteam und der NASA präsentierte Planet in der Konstellation „Südlicher Fisch“ hat etwa die dreifache Masse des Planeten Jupiter und ist für uns Normalirdische bereits kaum wirklich nachvollziehbare 25 Lichtjahre entfernt. Was mag sich also in fernen 100 Mil-lionen oder gar Milliarden Lichtjahren Entfernung abspielen ? Bei ähnlichen Konstellationen von Sonne und Planeten, wie sie in unserem eigenen Sonnen-system vorliegen, ist also Leben nicht nur theoretisch denkbar, sondern praktisch möglich. Bei 100 Milliarden Galaxien, die jetzt bereits als gesichert bekannt sind und oft jeweils(!) mindestens ebenso viele Sonnensysteme enthalten, liegt kein Grund vor, warum Leben ausschließlich auf unserem Planeten vorhanden sein soll. Vielleicht haben oder werden sich in fernen Galaxien intelligente Lebensformen sogar partnerschaftlicher entwickeln als das bei uns der Fall ist. Aber man darf auch bei uns die Hoffnung nicht aufgeben, dass künftige Generationen vielleicht in 200, sonst in 1.000 oder mehr Jahren unseren Planeten in seiner Gesamtheit von Flora und Fauna als gemeinsames Geschenk behandeln. Auch eine weitere Entwicklung von 10.000 Jahren unserer Erde wäre nur eine Winzigkeit in der Weltgeschichte. Vor ca. 8 Millionen Jahren begann sich das, was man heute Primaten nennt, auf unserem Globus sich zu entwickeln, vor zwei Millionen Jahren die Gattung Homo. Vor 160.000 Jahren entwickelte sich der Neandertaler, der als letzter homoider Verwandter - wie weitere zehn vor-geschichtliche, menschenähnliche Gattungen - im Gegensatz zum sogenannten modernen Menschen, nämlich uns, vor ca. 24.000 Jahren ausgestorben ist. Und nun erleben wir seit Beginn der Raumfahrtära in unserer Zeitgeschichte viele neue Entdeckungen, auch in anderen Bereichen, um deren Anzahl und Reich-haltigkeit uns die Nachfahren vielleicht sogar beneiden werden, weniger um das stark verbesserungsfähige Neben- und Miteinander seiner derzeitigen Bewohner. Neuere Untersuchungen zeigen übrigens, dass es erst in 7,8 Millionen Jahren - sofern nichts anderes dazwischen kommt - mit dem modernen Menschen vorbei sein wird. Das gesamte Universum - bisheriges Alter 13,7 Milliarden Jahre - soll mindestens noch 50 Milliarden Jahre vor sich haben, wenn es nicht doch unendlich - räumlich und/oder zeitlich - ist. Seit 1990 umkreist das amerikanisch-europäische Hubble-Teleskop unsere Erde und erkundet weit entfernte Regionen des Weltraums. Ausgerechnet das am längsten betriebene Instrument „Faint Object Camera“ wurde im Auftrag der europäischen Weltraumbehörde ESA in Deutschland entwickelt und gebaut und in die Hubble-Teleskop-Anlage integriert. Der philatelistische Sachbearbeiter des Hauptpostamts Houston war gern bereit, anlässlich dieser Entdeckung zwei von mehreren früheren Hubble-Teleskop-Sonderstempeln zu reaktivieren. Nachdem kürzlich die Deutsche Post die Sondermarke „Himmelsscheibe von Nebra“ - die älteste bisher gefundene, vor ca. 3.600 Jahren gefertigte Darstellung unseres Universums - herausgegeben hat, bot sich mir eine Kombination dieser deutschen Marke zusammen mit einer US-Marke als Mischfrankatur geradezu an. Es hat dazu der Idee, Vorbereitung und später präzisen Betreuung und Durchführung bedurft. Nach amerikanischen Postvorschriften ist dies möglich und ist von mir, sachlich und thematisch abgestimmt, umgesetzt worden. Kein anderer hat diese Dinge rechtzeitig in die Wege geleitet bzw. von meinen erfolgreichen Bemühungen beim Postamt Houston gehört und sich einfach angeschlossen ( was ja grundsätzlich kein Problem gewesen wäre, schließlich handelt es sich ja um einen allgemeinen Sonderstempel ). Mit insgesamt lediglich 500 Exemplaren Belegauflage sind diese Karten und Kuverts sogar eine kleine Neuheitenrarität. Unser Preis für diesen Beleg beträgt: 9,75 € |
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